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Sprengnetter Immobilienbewertung: Wegfall der HOAI führt zu Qualitätsverlust / Große Mehrheit der Sachverständigen gegen Streichung der HOAI-Regelungen / Erhöhung der Honorarsätze sinnvoll
Sinzig, 10. Juli 2008. Die HOAI-Novelle (Honorarordnung für Architekten
und Ingenieure) geht in die zweite Runde: Der überarbeitete Entwurf wird voraussichtlich noch im Spätsommer dieses Jahres vorgelegt werden. Der
ursprüngliche Entwurf, der den Wegfall der verbindlichen HOAI-Regelungen für Gutachten und Wertermittlungen vorgesehen hatte, war nach einer
Expertenanhörung vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie zurückgezogen worden.
In diesem Zusammenhang plädiert Sprengnetter Immobilienbewertung für den Erhalt der HOAI-Regelungen für Wertermittlungen. „Fallen die HOAI-Regelungen zur Wertermittlung wie geplant weg, wird ein erheblicher
Preiswettbewerb einsetzen“, warnt Jochem Kierig von der Geschäftsleitung
Sprengnetter Immobilienbewertung. „Damit geht ein deutlicher Qualitätsverlust einher“. Nach Ansicht Kierigs dürfte es vielen Kunden schwer fallen, zu beurteilen, welche Leistungen und welche Art Gutachten sie zur Lösung
ihrer Probleme benötigen und demzufolge wie viel ein Gutachten kosten darf.
Außerdem sollte bei der Überarbeitung der HOAI-Novelle der Wille der Bewertungssachverständigen berücksichtigt werden, so Kierig. Eine von
Sprengnetter Immobilienbewertung unterstützte Studie aus dem Jahr 2006
hatte ergeben, dass sich 74 Prozent der befragten Sachverständigen gegen
den Wegfall der HOAI-Regelungen ausgesprochen hatte. Nur knapp 22
Prozent der Befragten hatten einem Wegfall der HOAI zugestimmt. „An dieser Situation hat sich unserer Einschätzung nach nichts geändert“, betont Jochem Kierig. Für den Experten ist klar: „Wer Qualität will, muss Ja zur HOAI sagen“.
Eine Erhöhung der Honorarsätze ist nach Einschätzung des Immobilienbewertungsspezialisten hingegen sinnvoll. Seit 13 Jahren sind die Honorare der HOAI unverändert. Jochem Kierig: „Unsere Studie zeigt, dass einSachverständiger oft nur noch auf einen Stundensatz von 70 Euro kommt. Das reicht nicht, um die wirtschaftliche Existenz dauerhaft zu sichern“. Daher befürwortet Sprengnetter Immobilienbewertung eine Erhöhung der Sätze um
mindestens 50 Prozent.
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